Chorreise

Chorreisen

Mai 2012

Die fünftägige Pfingst-Chorreise des Frohsinn führte die Sängerinnen und Sänger mit Angehörigen und Freunden nach Wien, zum Neusiedler See und in den Wiener Wald. Musikalische und touristische Höhepunkte wechselten sich ab und begeisterten die 38 Teilnehmer der Busreise.

Die recht lange Anfahrt nach Wien wurde in Regensburg unterbrochen. Hier gab es eine kleine Stadtführung, die ein Teilnehmer vorbereitet hatte. Und zu einem kleinen Imbiss in der berühmten Wurstküche reichte die Zeit auch noch! Der Pfingstsamstag gehörte dann ausschließlich Wien. Am Vormittag ging es teils mit dem Bus, teils zu Fuß mit einer Fremdenführerin durch die Donau-Metropole. Der wunderschöne Schlosspark von Schönbrunn lud zum Spaziergang ein; hier entstand das Gruppenfoto. Sodann ging es größtenteils zu Fuß durch die Innenstadt. Prachtvolle Bauten aus unterschiedlichen Epochen gab es zu bestaunen, wie z.B. die Hofburg und den Stephansdom. Und auch das so typische "Wiener Flair" verfehlte nicht seine Wirkung: Caféhäuser wie das "Demel", die Fiaker mit ihren gemütlichen Rössern. Aber auch einen Blick auf die berühmten Lipizaner konnten wir werfen. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung, und es wunderte eigentlich nicht, dass alle in der Stadt blieben und auf eigene Faust loszogen. Parks, Geschäfte und abends natürlich der Prater wollten erobert sein!

Am Pfingstsonntag ging es nach Podersdorf am Neusiedler See. In der Kirche, einem sehr schlichten schönen Neubau, gestaltete der Chor das Hochamt musikalisch mit. Der dortige Pfarrer, Pater Maurus, stammt aus der Wetterau und freute sich besonders über den Besuch aus der alten Heimat. Mit "Der Geist des Herrn erfüllt das All", einem Satz von Vulpius, läuteten die Oppershofener sozusagen den Pfingstgottesdienst ein. Es folgten "Höre nun, Herr, die Bitten", "Notre Père" von Duruflé und ein "Ave Maria" von Arcadelt. Der Chor sang unter der Leitung der beiden Vize-Chorleiterinnen Nicole Hahn und Evi Weinert, denen dafür ein besonderer Dank gebührt. Mit einem "Vergelt's Gott" und viel Applaus dankten Pater Maurus und die zahlreichen Gottesdienstbesucher dem Chor für seinen Gesang. Ein gemeinsames Essen der Wetterauer Besucher mit Pater Maurus in einem schönen Seerestaurant rundete den Besuch in Podersdorf ab.

Nach der Mittagspause fuhr der Bus die Oppershofener dann ins nicht allzu weit entfernte Eisenstadt. Dort hat Josef Haydn viele Jahre seines Lebens im Dienste des Fürsten Esterhazy gestanden. Im Haydn-Haus, in dem er zwölf Jahre gewohnt und gearbeitet hat, erfuhren wir einiges über das Leben und Schaffen dieses großen Meisters. Die kleine Stadt mit dem großen Schloss und vor allem dem beeindruckenden Park im englischen Landschaftsstil zog wohl alle in ihren Bann. Beim abendlichen Beisammensein in einer typisch burgenländischen Gastwirtschaft wurde dann nicht nur gegessen und der gute Wein genossen. Es wurde auch so manches Lied angestimmt.

Der Wienerwald war am Pfingstmontag unser Ziel. Eine sympathische Reiseleiterin im Dirndl holte uns am Hotel ab und begleitete uns bis zum Mittag. Wieder erfuhren wir viel Wissenswertes, garniert mit manchem Anekdötchen und immer mal wieder unterbrochen durch passende Melodien wie "Gschichten aus dem Wiederwald" oder "Das kleine Wegerl im Helenental". Das bekannte Zisterzienserkloster "Heiligkreuz" wurde als erstes angesteuert. Der Weg durch den Kreuzgang und die Kirche werden unvergessen bleiben. Tief bewegt stimmte der Chor sein "Notre Père" und "Ave Maria" an. Weiter ging's dann nach Schloss Mayerling. Dort hatte sich einst der österreichische Kronprinz Rudolph das Leben genommen. Heute lebt hier eine kleine Gemeinschaft von Ordensfrauen. Schließlich endete die Führung in der Kurstadt Baden bei Wien. Viele prächtige Bauten aus der Wende des vorigen Jahrhunderts waren zu bestaunen, und der Ort erinnerte in vielem an das Wetterauer Bad Nauheim. Der Spätnachmittag und Abend wurden in Gumpoldskirchen in einer Heurigen-Wirtschaft verbracht. Die Musik kam von einem Akkordeonspieler. Als er merkte, dass er es mit einem Chor zu tun hatte, fühlte er sich so richtig angestachelt: Er intonierte eine Melodie, der Chor sang mit. Und ebenso umgekehrt: Die Sänger stimmten ein Lied an und er begleitete auf dem Akkordeon. Es wurde ein melodienreicher und fröhlicher Abend!

Fast mit Bedauern wurde am nächsten Tag die Heimreise angetreten - diesmal mit einem zweistündigen Zwischenstopp in Passau. Fazit dieser Chorreise: Es wurde lange nicht mehr so viel, so fröhlich und so ungezwungen gesungen.

von Margrit Schlagwein

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Chorprobe

Dienstag von 20:15 bis ca. 22:00 Uhr

im Pfarrheim St. Bardo

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